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Pink Flow - Ein Review

Sven Lendt hat für Radio Zoom die Compilation "Pink Flow" rezensiert, auf der die Künstler des Labels Prudence den großen musikalischen Einfluss der legendären Band Pink Floyd huldigen:

Die Musik von Pink Floyd ist etwas ganz besonderes. Sie ist musikalisch und textlich tiefgehend, zeitlos und sie ist inspirierend. Wenn Musiker die Musik von Pink Floyd ehren, dann ist das für mich immer ein sehr spannendes Unterfangen.
Als mir das Album „Pink Flow“ vorlag, ist mir darauf sofort der Name Peter Mergener ins Auge gefallen. Unter dem Projektnamen „Software“ hat er zusammen mit Michael Weisser einige sehr gut gemachte elektronische Intrumentalalben unter dem von Klaus Schulze gegründeten Label IC in den 80iger und 90iger Jahren herausgebracht. Diese Musik war sehr stark vom Sound der Berliner Schule beeinflusst. Im Peter Merengers Eröffnungstrack Touch the Guitar wurde ich auch wieder an diese Zeit erinnert. Mergener hat nicht etwa nur versucht den Stil und Sound von Pink Floyd zu kopieren, sondern er hat die Inspiration, die er sich aus der Musik von Pink Floyd zog, in seinem ganz eigenen Stil eingebettet. Das trifft übrigens auch auf die meisten Künstler zu, die auf dem Album „Pink Flow“ zu hören sind. Floyd-typische Elemente, wie der Gitarrenstil von David Gilmour und Sprachsamples ziehen sich durch das ganze Album. Insgesamt bin ich beim Hören von „Pink Flow“ aber hin- und her gerissen. Auf der einen Seite gibt es charismatische Tracks wie Touch the Guitar, oder das stark an das Opening von Shine on your crazy Diamonds erinnernde Lucidity von Gleisberg zu hören. Glass Palace geht ebenfalls mit seinem tollen Gitarrenspiel sehr in die Tiefe. Auf der anderen Seite gibt es Tracks wie Aquarius oder Solar Quest, mit denen ich irgendwie gar nicht warm werden kann. Bei Solar Quest passten für mich die etwas kitschig klingenden Vocals mit der restlichen Musik nicht so richtig zusammen. Aquarius klang für mich eher nach dem musikalischen Einfluss von Vangelis als nach Pink Floyd. Das hat für mich klanglich nicht so richtig ins Konzept gepasst.
Als Konzept finde ich das „Pink Flow“ Album sehr spannend. Als Pink Floyd Fan kann man hier so einiges wiederentdecken. Leider lassen einige Tracks den Tiefgang vermissen, den die Musik von Pink Floyd ausmacht und driften für mich zu sehr in den Easy Listining Bereich ab.

Fazit: Wenn man die Musik von Pink Floyd mag und auch sonst einem Hang zu chilligen Klängen hat, dann ist „Pink Flow“ es aber auf alle Fälle wert angehört zu werden.

Das Album "Pink Flow" ist am 21. Juni erschienen, und überall erhältlich.
Weitere Infos gibt es hier.

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